Tecnolumen blickt auf eine Geschichte als Hersteller von Leuchten zurück, die bis in das Gründungsjahr 1979 zurückreicht. Der Tecnolumen Gründer Walter Schnepel traf sich 1978 mit Professor Wagenfeld und bereitete die Produktion der Wagenfeld-Leuchte vor, die dann 1980 anlief. Da die Wagenfeld Leuchte 1924 wegen Beschaffungsproblemen für einzelne Teile nicht in Produktion gegangen war, hatte Schnepel die Ehre, der erste Serien-Hersteller der weltberühmte Bauhaus Leuchte zu sein. Mit der Entscheidung, die vom wichtigen Bauhaus Vertreter Wilhelm Wagenfeld in den Jahren 1923 und 1924 entworfene Leuchte herzustellen, knüpfte der Gründer bewusst an die Design Tradition des Bauhauses an. Der Start des neuen Unternehmens sollte dazu beitragen, einen Teil der in den 1930er bis in die 1950er Jahre unterbrochenen Entwicklung des Bauhaus Designs so gut wie möglich nachzuholen und die Idee weiter zu entwickeln. Um dazu von Anfang des neuen Unternehmens ein gestalterisches Ausrufungszeichen zu setzen, begann Tecnolumen mit der Wagenfeld Tischlampe, die bis heute ein besonders herausragendstes Beispiel für den gesamten Stil des Bauhauses darstellt..

Tecnolumen griff im Laufe der Zeit auch andere Produkte aus der Zeit des Bauhauses auf. So erweiterten andere Designs aus den Metallwerkstätten des Bauhauses wie Türgriffe von Walter Gropius, die Bauhaus Teekanne, die ebenfalls von Wilhelm Wagenfeld entworfene Teedose oder die Deckenleuchte von Marianne Brandt die Kollektion. Das heutige Spektrum der Tecnolumen Leuchten aus der klassischen Bauhauszeit reicht bis hin zum Art Deco und de Stijl. Die Produkte im Bauhaus Design werden von Tecnolumen als Reeditionen der Orginale angeboten. Sie sind nummeriert und grenzen sich auch so von Bauhaus-Imitaten ab.

Der Wagenfeld Tischlampe sind jedoch nicht nur viele Bauhaus-Klassiker gefolgt, sondern für Tecnolumen entwirft mittlerweile auch eine junge Generation von Designern, die sich mit ihrer Arbeit dem Bauhausstil besonders verpflichtet fühlen. Auch wenn sie nicht mehr am Dessauer Bauhaus entworfen wurden, führen Tecnolumen Designer wie Eduard-Wilfried Buquet die Bauhaus Arbeit modern übersetzt aber mit unveränderter, der Tradition verpflichteter Konsequenz fort. Designer Namen wie Dieter Rams, die Designgroup ZENO und Ninus Tatari Yoash sind weitere Beispiele, die für diese Entwicklung bei Tecnolumen stehen. Der Bauhaus Wahlspruch “form follows function” ist deshalb auch bei Technolumen die stets unveränderte Leitlinien für Design und Produktion.