Fehlstellungen bei den Füssen und Zehen kommen häufig vor, der grösste Anteil macht jedoch der Hallux valgus aus. Typischerweise weicht die erste Zehe nach aussen zur fünften Zehe weg. Aufgrund der Ballenbildung wird das Leiden oft als Ballenzehe abgestempelt. Das Caput des ersten Metatarsale wird hierbei deutlich erkennbar und kann unerträgliche Schmerzen erwecken. Wer sich mit der Erkrankung auseinandersetzt wird jedoch feststellen, dass die Therapiemöglichkeiten vielfältig und gut durchführbar sind.

Auf diese Weise bildet sich der Hallux valgus

Meistens sind äussere Faktoren für die Entstehung des Hallux valgus zwar von Beduetung, meist aber in Zusamnnenhang mit einer vererbten Vorbelastung. Frauen sind überproportional häufig befallen, gleichwohl nimmt die Häufigkeit der Erkrankung mit den Jahren zu. Als gesicherte Risikofaktoren sind zu nennen:

  • Schuhe, die optimal passen haben grossen Einfluss auf die Entstehung des Hallux valgus. Eng sitzende Schuhe pressen die Zehen in eine unnatürliche Position und dies oft über vielen Stunden. Die Folge ist eine inhomogene Zugverteilung der Muskulatur, so dass der Sehnenverlauf nachteilig verändert wird. Das Fortschreiten der Erkrankung wird dabei begünstigt, solange keine Therapie eingeleitet wird.
  • Häufig wird bei Hallux-Patienten ebenso das Bild des Spreizfusses gesehen. Dieses ist ein Risikofaktor, welcher ohne Behandlung sicher zum Hallux valgus führt. Eine exakte Diagnosestellung ist von grosser Bedeutung.
  • Ebenso nach Brüchen mit fehlerhaften Heilung oder aber bei Arthritis kann es zu einer zunehmenden Schiefstellung kommen.

Die Beschwerden bei Hallux valgus sind typisch

Nicht selten bereitet ein Hallux valgus nur mässige Beschwerden. Die krumm stehende Zehe stellt initial mehr ein optisches als ein medizinisches Problem dar und wird daher nicht ernst genommen. Die Schmerzen starten im Regelfall über dem Zehengrundgelenk, wo das Köpfchen des Metatarsale hervortritt. Die Dermis und die darunter platzierte Bursa werden überdreht und gereizt. Es kommt zur lokalisierten Schwellung und Entzündungsreaktion. welche gleichfalls den Schleimbeutel in Mitleidenschaft ziehen kann. Eine frühzeitige Zerstörung des Gelenks (Arthrose) ist vor allem bei langem Krankheitsverlauf häufig. Betroffene Personen klagen häufig über Schmerzen, welche bis zur Ferse ziehen. Diese sind auf eine fortwährende Fehlbelastung zurückzuführen und können Ursache einer Gangstörung sein.

Wie vorbeugen? Das können Sie tun!

Barfuss gehen und den Füssen ausreichend Raum gewähren ist das billigste MIttel gegen den Hallux valgus. Mit diesem Mittel wird der Verlauf begünstigt, auch wenn die familiäre Belastung gross ist. Auch regelmässige Fussgymnastik hilft die muskuläre Balance zu halten. Die grosse Zehe wird im Idealfall mit einer speziellen Hallux valgus Schiene gerichtet. Bei Qualitäts- Schienen wird mit der Schiene zusätzlich das Quergewölbe entlastet. Um die naturgemässe Abrollbewegung in keiner Weise zu behindern, soll die Hallux valgus Schiene ein drehbares Gelenk aufweisen. Wie bereits erwähnt, ist nicht selten ein Spreizfuss anzutreffen. Dieser gilt es mit einer entsprechender Spreizfusssohle zu behandeln.

Wurde mit der Prophylaxe zu lange gewartet und das Gelenk ist schon in einer starken Fehlstellung, so reichen diese Massnahmen nicht mehr aus. Es wird eine korrigierende Operation nötig.

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