Eine große Zahl der Bausachverständigen oder ein Baugutachter in Ingenieurbüros, die die bautechnische Gesamtplanung übernehmen oder in Büros von baufachlichen Sachverständigen. Sie begutachten Gebäude, beurteilen sie nach ihrem baulichen Zustand und schreiben darüber ein Gutachten. Ein weiteres Aufgabengebiet des Baugutachters ist die Beurteilung über die fachgerechte Ausführung von Bauleistungen und die verwendeten Materialien.  Bei der Begutachtung der Arbeiten berücksichtigen die rechtlichen Bestimmungen, die im öffentlichen Baurecht festgeschrieben sind. Sie erstellen gut nachvollziehbare, schriftliche Gutachten, die bei Gericht, Schiedsstellen und Privatpersonen Verwendung finden. Bei einem Gerichtstermin werden sie vorgeladen und erörtern ihre Erkenntnisse. Ein weiteres Aufgabengebiet ist die Erstellung von Dokumentationen, die das Ausmaß der Bauschäden klar definiert, ermittelt die Ursachen und schätzt die Kosten für die Beseitigung der Mängel ab. Anhand dieser Dokumentation wird die Wertminderung klar definiert. 

 

Die Kosten für die Bestellung eines Baugutachters sind sehr unterschiedlich. Sie begründen sich auf den Fähigkeiten und Fertigkeiten des Einzelnen. Einen guten Gutachter erkennt man daran, dass er als Sachverständiger einen Eid darauf abgelegt hat, seine Wertgutachten und Aufgaben unparteiisch, verschwiegen, unabhängig, weisungsfrei, gewissenhaft und persönlich erstellt. Fachleute, Verbände und Kammern erarbeiten die fachlichen Voraussetzungen für die unterschiedlichen Fachgebiete, erweitern und aktualisieren diese regelmäßig. 

 

Die Arbeitsfelder sind sehr unterschiedlich. Gutachter werden immer dann berufen, wenn Umstände nicht eindeutig  oder nicht ohne Fachwissen zu erkennen sind. Sie Erstellen Wertgutachten für Immobilien und verunfallte Fahrzeuge. Die Versicherungen, die Haftpflichtschäden regulieren, arbeiten auch mit Gutachtern zusammen. Sie versuchen im Schadensfall festzustellen, ob der Schaden mutwillig herbeigeführt wurde, um die Versicherung zu betrügen.