Schlafen muss jeder einmal. Manche schlafen gerne in sehr waren Räumen, andere bestehen selbst bei Frost auf ein geöffnetes Fenster. Manche gehen gerne früh ins Bett und stehen mit dem Sonnenaufgang auf, andere schlafen aus persönlicher Vorliebe oder beruflichen Gründen eher am Tag und dunkeln dafür das Schlafzimmer ab. Aber irgendwie, irgendwo und irgendwann schlafen wir alle. Schlafzimmer und Schlafzimmermöbel dienen genau diesem Zweck.

Selbstverständlich kann auch eine alte Couch als Notlösung herhalten, wenn man keine andere Möglichkeit findet. Wer nicht viel Platz hat, nächtigt vielleicht auch dauerhaft auf einer Schlafcouch.

Aber die meisten schlafen in einem Bett. Schlafzimmermöbel sind kein Luxus, den sich nur wenige leisten können. Bei unzähligen Möbeldiskountern kann man einfache Betten günstig kaufen und im Internet findet man sogar günstige Designer Betten. Riesig ist die Auswahl. Futonbetten, Kinderbetten, Luftbetten, am Tag unsichtbar eingeklappte Schrankbetten oder Massivholzbetten sind nur einige wenige Beispiele.

Hört man hingegen, wie kurz die Geschichte von Betten, die aus Bettgestellen und Matratzen bestehen, eigentlich ist, will man es kaum glauben. Beispielsweise schon in der Antike kannten die Römer bereits Fußbodenheizungen. Bettgestelle und Matratzen jedoch waren ihnen unbekannt. Und sogar Zimmer, nur um darin zu schlafen, hatte man nicht. Man schlief einfach dort, wo man auch lebte. Holzliegen dienten als Nachtlager. Gepolstert wurde die Schlafstätte durch Teppiche, Wolle oder kleinen Kissen. Dieselben Möbelstücke wurde auch genutzt, um bei Tisch halb liegend speisen zu können. Vergleichbare Möbel nutze man auch im antiken Griechenland und dem alten Ägypten. Doch in jedem Falle waren solche Betten ein purer Luxus, den sich nur die reichen überhaupt leisten konnten. Das Gros des Volkes schlief notgedrungen einfach auf dem Fußboden. Teppiche, Decken und Stroh auf dem Boden waren auch zur Zeit der Ritter und Burgfräulein noch das gängige Nachtlager.

Bettgestelle und Matratzen fehlten sogar noch in den 50er und 60er Jahren in vielen europäischen Haushalten! Da der Wohnraum knapp war, hatte man nicht in jeder Wohnung ein Schlafzimmer. Man hätte also keine Chance gehabt, selbst sehr günstige Betten auch wirklich nutzen zu können. Was heute eine Lösung für Übernachtungsgäste ist, nämlich Schlafsessel und -couches, war damals oft der einzige Bettersatz.

Unsere heutige Gesellschaft kann also dankbar sein. Betten konnten sich einst nur wenige erlauben. Man sollte genießen, dass man heute Einzelbetten, Doppelbetten, Kinderbetten, Futonbetten, Massivholzbetten und all die anderen Formen von Betten günstig kaufen und jede Nacht auf einer ergonomischen Matratze in den Schlaf gleiten kann.