Sumpfkalk findet heute kaum noch Verwendung als Farbe weil es längst von Dispersionsfarben abgelöst worden ist. Früher war aber Sumpfkalkfarbe die einzige Möglichkeit Wände überhaupt weiß streichen zu können. Wasser dient dabei als Lösungsmittel. Die Farbe dabei ist aber nicht ein reines weiß wie es bei modernen Farben üblich ist. Heute kommt Sumpfkalk wie gesagt kaum noch vor, spielt aber noch in Landwirtschaftsbetrieben und vor allem bei der Restaurierung von sakralen Gebäuden und historischen Gebäuden aber noch eine große Rolle. Kalkfarben halten sehr lange wenn sie den passenden Untergrund haben. Dabei sind solche Untergründe wie Metall und Sichtbeton nicht geeignet. Auf anderen Untergründen wie Kalk-, Kalkzement-, Schalungsbeton und auf Ziegelsteinen, egal ob gebrannt oder ungebrannt, haftet die Farbe aber sehr gut. Wenn Sumpfkalk auf Holz gesetzt wird, werden dem Kalk noch Faseranteile wie Stroh beigemischt. Diese helfen dabei, dass die Farbe elastisch bleibt und das Arbeiten des Holzes abfängt. Am meisten wird Kalkfarbe für Innenräume verwendet die in der Regel immer etwas feucht sind. So kommt die Farbe oft in Küchen, Bädern, Kellern und Lagerräumen verwendet. Kalkfarbe hat dabei nicht so eine hohe Deckkraft wie moderne Farben, deshalb ist meist ein zweiter oder ein dritter Anstrich notwendig. Bei trockenen bilden sich immer sehr feine Kristalle. Dadurch ergibt sich ein besonders schönes weiß weil die Kristalle das Licht in einem breiten Spektrum reflektieren. So ähnelt die Farbe eher Schnee. Das trocknen braucht lange und die Farbe braucht auch lange Zeit zum trockenen, bei zu schnellem trocknen kommt es zu einer unregelmäßigen Kristallbildung was die Farbe komplett unbrauchbar macht.